Dienstag, 3. November 2026 GastroNews – Magazin für Profis
Technologie

Vom Lieferantenkatalog zur Speisekarte mit dem neuen Datenservice von Kitchen CUT

Kitchen CUT, ein britischer Softwareanbieter für das Management von Speisen- und Getränkebetrieben, ergänzt seine Plattform um Data Services. Ein externes Team übernimmt vereinbarte Vorarbeiten an betrieblichen Daten, die Küche und Verwaltung sonst selbst aufbereiten würden. Das Angebot richtet sich an neue und bestehende Kunden und soll den Einstieg in die digitale Waren- und Rezeptverwaltung erleichtern.

TL;DR

Das externe Team übernimmt vereinbarte Arbeiten an Küchendaten

Kitchen CUT hat Data Services am 11. Juli 2026 vorgestellt. Die Dienstleistung ergänzt die Plattform um personell betreute Datenvorbereitung für Restaurants, Hotels und Betreibergruppen. Welche Arbeiten das Team übernimmt, soll auf den jeweiligen Betrieb zugeschnitten werden, heißt es in der datierten Unternehmensankündigung.

Der beschriebene Umfang beginnt bei Produkt- und Zutatenbibliotheken. Das sind strukturierte Sammlungen der Artikel, mit denen ein Betrieb arbeitet. Hinzu kommen Rezeptkalkulationen und die Einrichtung von Speisekarten. Auch Lieferantenkatalogimporte, die Verwaltung von Allergen- und Nährwertdaten sowie die Migration vorhandener Betriebsdaten gehören zum angekündigten Angebot. Migration bezeichnet hier die Übernahme dieser Informationen in die Datenumgebung der Plattform.

Diese Arbeiten hängen im Küchenalltag zusammen: Der Einkauf bezieht Produkte in bestimmten Gebinden, während die Küche für ihre Gerichte einzelne Mengen verwendet. Für eine Rezeptkalkulation brauchen beide Angaben einen nachvollziehbaren Bezug. Wer bestehende Unterlagen für die Software aufbereitet, arbeitet deshalb an der Verbindung zwischen Lieferantenartikeln und den dokumentierten Rezepturen.

Bei der Einrichtung einer Speisekarte kommen die Gerichte zu einem Angebot zusammen. Die zugrunde liegenden Rezepturen beschreiben wiederum, welche Zutaten dafür verwendet werden. Für den Auftrag lässt sich damit unterscheiden, ob Unterstützung bei den einzelnen Artikeln, bei vorhandenen Gerichten oder bei deren Zusammenstellung benötigt wird.

Dass der Dienst auch bestehenden Kunden offensteht, erweitert seinen Einsatz über die erstmalige Einrichtung hinaus. Welche Daten ein einzelner Auftrag umfasst, wird mit dem Anbieter vereinbart.

Liefergebinde und Rezeptmengen müssen zusammenpassen

Ein hypothetisches Hotel illustriert den Arbeitsgegenstand: Die Küche verwendet Sahne für eine Suppe und eine Dessertsauce. Im Lieferantenkatalog ist das eingekaufte Gebinde beschrieben, in den Rezepturen stehen die jeweils benötigten Mengen. Für die Aufbereitung kommen damit Informationen aus dem Einkauf und aus der Küche zusammen.

Das Liefergebinde beschreibt, was der Betrieb kauft; die Rezeptmenge beschreibt, welchen Anteil davon ein Gericht benötigt. Damit die Kalkulation auf diesen Angaben aufbauen kann, müssen Artikel und verwendete Mengen zusammenpassen. Die vorhandenen Produktinformationen und Rezepturen bilden in diesem Beispiel die Grundlage für den Auftrag an den Datenservice.

Auch mit Datenservice bleibt die Mitarbeit der Küche nötig

Kitchen CUT verspricht mit dem Angebot weniger Verwaltungsarbeit und eine schnellere Einführung. Das Unternehmen möchte Teams von der Datenvorbereitung entlasten, damit sie sich stärker auf ihren Betrieb konzentrieren können. Die Ankündigung veröffentlicht dazu keine Zeitmessungen oder Vergleichsdaten.

Für die Zusammenarbeit bleibt das Wissen der Mitarbeitenden vor Ort relevant. Die Küchenleitung kann erläutern, welche Zutaten verwendet werden und ob eine hinterlegte Rezeptur dem aktuellen Gericht entspricht. Wie viel interne Mitwirkung ein Projekt erfordert, gehört deshalb ebenso zur Angebotsklärung wie der vereinbarte Arbeitsumfang.

Dabei hilft eine Beschreibung des vorhandenen Materials: Liegen die Rezepturen bereits zusammen mit den zugehörigen Artikelangaben vor, oder werden die Informationen in Küche und Verwaltung getrennt geführt? Daraus ergeben sich konkrete Rückfragen zur Zusammenarbeit. Wer diese intern beantwortet und wer Änderungen an den Unterlagen erläutert, lässt sich mit dem Dienstleister besprechen.

Preis und spätere Pflege beschreibt die Mitteilung nicht näher. Für einen Betrieb macht es einen Unterschied, ob er eine vorhandene Sammlung einmalig übernehmen lässt oder anschließend weitere Unterstützung benötigt. Welche Leistungen dafür enthalten sind und welche Aufgaben bei Küche und Verwaltung verbleiben, lässt sich anhand der eigenen Unterlagen konkret besprechen.

Deutschsprachige Betreuung für Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist in der Ankündigung nicht dokumentiert.

Beschreiben Sie dem Anbieter für eine erste Anfrage eine vorhandene Rezeptur und den dazugehörigen Lieferantenkatalog. Lassen Sie sich erläutern, welche Ausgangsdaten das Team benötigt und welche Leistungen sein Angebot umfasst.

Nachgetragen am 22.10.2026; Quellenstand bis 29.07.2026.

Weitere Bilder