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Birminghamer Hochschule kauft The Cube Hotel und Dachrestaurant für die Ausbildung

Das University College Birmingham, eine britische Hochschule, hat das frühere The Cube Hotel und das dortige Marco-Pierre-White-Restaurant gekauft. Nach einer Umgestaltung sollen ein Hotel mit 52 Zimmern und ein Restaurant unter professioneller Leitung zahlende Gäste empfangen und Studierenden praktische Erfahrung ermöglichen. Hotelschulen und Ausbildungsbetriebe erhalten damit ein Beispiel, wie bestehende Hotel- und Restaurantflächen zu eigenen Lern- und Arbeitsorten werden sollen.

TL;DR

UCB hat das Hotel und das Dachrestaurant gekauft

Mit dem Erwerb von The Cube Hotel und dem Dachrestaurant erweitert das University College Birmingham, kurz UCB, seine Möglichkeiten für die Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie. Das britische Gastronomiefachmedium Restaurant Online berichtet am 30. Juli 2026 über den Kauf und die geplante Weiterentwicklung des Standorts.

Nach der Umgestaltung sind ein Hotel mit 52 Zimmern und ein Restaurant vorgesehen. Erfahrene Branchenfachkräfte sollen die Gästeangebote entwickeln und umsetzen. Der Standort soll als kommerzieller Betrieb arbeiten, heißt es in der Projektankündigung der Hochschule.

Die Hochschule übernimmt damit bestehende Flächen, auf denen künftig zahlende Gäste empfangen werden sollen. Der Kauf schafft die räumliche Grundlage; den künftigen Betrieb muss UCB noch aufbauen. Für Führungsaufgaben läuft laut Hochschulmeldung bereits die Personalsuche. Eröffnungstermine sollen im weiteren Projektverlauf folgen.

Marco Pierre White bezeichnet den Namen des früheren Restaurants im übernommenen Objekt. Eine künftige Beteiligung des Kochs oder die Fortführung seiner Marke geht aus den beiden Meldungen nicht hervor.

Fachkräfte sollen den Betrieb leiten und Studierende begleiten

Studierende sollen im geplanten Hotel- und Restaurantbetrieb neben erfahrenen Fachkräften arbeiten. Die professionelle Leitung gehört zum angekündigten Modell: Sie soll das kommerzielle Angebot verantworten und zugleich praktische Erfahrung im Betrieb ermöglichen.

UCBs kaufmännisch Verantwortlicher David Cumberlidge möchte dafür auch Absolventinnen und Absolventen zurückgewinnen, die den Nachwuchs mit ihrer Berufserfahrung begleiten können, erläutert die Hochschulmeldung.

Für eine Hotelschule liegt darin eine konkrete Personalentscheidung. Mit dem Gebäude werden Räume für die Praxis übernommen; für die Anleitung der Lernenden braucht es Fachkräfte mit verfügbarer Betreuungszeit. Welche Aufgaben Studierende am Cube-Standort übernehmen sollen, ist noch offen.

Bezahlte Jobs, Ausbildungsplätze und Praktika sind vorgesehen

Das übergeordnete Hospitality-Programm nennt bezahlte Beschäftigung, Ausbildungsplätze im britischen Apprenticeship-System sowie Praktika und weitere praktische Lernmöglichkeiten. Die Angaben zum Gesamtprogramm beschreiben damit mehrere Formen der Mitarbeit.

Diese Formen sind getrennt zu betrachten. Bezahlte Beschäftigung ist ausdrücklich vorgesehen; daraus folgt keine Vergütung sämtlicher Praktika oder Lernphasen. Apprenticeships bezeichnet hier Ausbildungsplätze im britischen System. Welche dieser Möglichkeiten in welchem Umfang im Hotel und Dachrestaurant entstehen sollen, führen die Meldungen nicht aus.

Die beiden verwendeten Veröffentlichungen enthalten keine konkreten Zahlen studentischer Praxisplätze, keine Vergütung einzelner Praxisformen und keine Betreuungsrelation. Auch die Aufteilung zwischen Arbeit und angeleitetem Lernen bleibt darin offen.

Mehr als 15 Millionen Pfund sind für mehrere Standorte geplant

UCB kündigt anfängliche Investitionen von mehr als 15 Millionen Pfund für sein größeres Hospitality-Programm an. Neben The Cube gehören dazu ein Nachbarschaftsrestaurant in Harborne, ein Angebot am Campus Summer Row und die Renovierung des bestehenden Hochschulrestaurants.

Die Summe beschreibt den geplanten Investitionsrahmen mehrerer Projekte. Sie ist weder der genannte Kaufpreis des Hotels noch ein Nachweis bereits verausgabter Mittel. Kaufpreis und Aufteilung auf die einzelnen Vorhaben enthalten die beiden Meldungen nicht.

Auch die mehr als 150 angekündigten Arbeitsplätze beziehen sich auf die neuen Betriebe insgesamt. Die Zahl ist ein Ziel des Programms und lässt sich keinem einzelnen Standort zuschreiben. Wie viele Stellen auf The Cube entfallen sollen, bleibt offen.

Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung für Hotel und Dachrestaurant liefern die Veröffentlichungen ebenso wenig wie einen Nachweis, dass sich die Ausbildung aus dem Gästegeschäft finanzieren wird. Die geplante kommerzielle Nutzung beschreibt zunächst das Betriebsmodell.

Bildungsträger, die einen vergleichbaren Erwerb erwägen, können vorab mit der künftigen Betriebsleitung abstimmen, wer das Gästegeschäft verantwortet und welche Zeit erfahrene Mitarbeitende für die Anleitung der Lernenden erhalten.

Nachgetragen am 22.10.2026; Quellenstand bis 31.07.2026.

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