TL;DR
- Cloudbeds POS ist zunächst für ausgewählte Pilotkunden verfügbar.
- Verantwortliche richten Verkaufsstellen am Desktop ein; Mitarbeitende erfassen Bestellungen und Zahlungen über die mobile App.
- Eine Zimmerbelastung ordnet den Restaurantkauf dem Aufenthalt zu und ist noch keine Zahlung.
- Gemeinsame Berichte zeigen Hotel- und Verkaufsstellenerlöse; Preise und Einsatzbedingungen für DACH bleiben offen.
Cloudbeds ergänzt seine Hotelplattform um eine mobile Kasse
Cloudbeds hat sein eigenes Kassensystem am 22. Oktober 2026 angekündigt und für ausgewählte Pilotkunden geöffnet. POS steht für Point of Sale und bezeichnet hier die Kasse für Verkäufe im Haus. Als Einsatzbereiche nennt das Unternehmen Restaurants und Bars ebenso wie Spas und Shops.
Die Erweiterung setzt damit bei Leistungen an, die Gäste während ihres Aufenthalts zusätzlich kaufen. Im Hotelrestaurant beginnt der Vorgang bei der Bestellung im Service. Je nach gewähltem Abrechnungsweg folgt darauf eine Zahlung oder die Zuordnung zum Gästekonto innerhalb der Hotelplattform.
Für Häuser mit mehreren Verkaufsstellen betrifft die Produktankündigung deshalb sowohl die Arbeit vor Ort als auch die spätere Erlösübersicht. Die Kasse wird als eigener Bestandteil der Cloudbeds-Plattform vorgestellt.
Wie Bestellungen erfasst und Käufe aufs Gästekonto gebucht werden
Verantwortliche konfigurieren die Verkaufsstellen am Desktop. Mitarbeitende nutzen anschließend eine mobile App, um Bestellungen und Zahlungen zu erfassen; Aufträge gelangen an Küchen- und Bardrucker. Diesen Funktionsumfang beschreibt das US-Hotelfachmedium LODGING in seinem Bericht vom 26. Oktober 2026. Der Fachbericht beruht wesentlich auf Anbieterangaben.
Die Einrichtung am Desktop und die Bedienung im Service sind dabei zwei unterschiedliche Tätigkeiten. Das Team nutzt im laufenden Restaurantbetrieb die zuvor konfigurierte Verkaufsstelle über die mobile App.
Ein Beispiel aus dem Hotelrestaurant: Ein Übernachtungsgast bestellt ein Abendessen und ein Getränk. Die Servicekraft nimmt beides am Mobilgerät auf, die zugehörigen Aufträge gehen an Küche und Bar. Der Gast möchte den Restaurantbesuch über seinen Aufenthalt abrechnen lassen und wählt die Zimmerbelastung.
Nach der Beschreibung von Cloudbeds gelangt die Belastung direkt auf das Gästekonto, das die dem Aufenthalt zugeordneten Beträge bündelt. Das Abendessen und das Getränk werden damit Teil der Aufenthaltsabrechnung. Mit dieser Buchung ist der Kauf dem Aufenthalt zugeordnet; bezahlt ist er dadurch noch nicht.
Daneben nennt LODGING Bargeld, Tap to Pay und einen Zahlungslink als Zahlungswege. Welche Variante der Gast nutzt, bestimmt somit, ob der Restaurantkauf direkt bezahlt oder zunächst auf dem Gästekonto erfasst wird.
Gemeinsame Berichte zeigen die Erlöse aus Hotel und Restaurant
Auch nach der Abrechnung bleibt der Verkauf innerhalb der Plattform sichtbar. Laut LODGING sehen Finanzteams Hotel- und Verkaufsstellenerlöse in denselben Berichten. Die Restaurantleitung kann ihre Umsätze damit im Zusammenhang mit den weiteren Erlösen des Hauses besprechen.
Für das Finanzteam stehen so die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb und den angebundenen Verkaufsstellen in einer gemeinsamen Darstellung. Der Bericht beschreibt Erlöse; Kosten und Gewinn eines Restaurants sind damit noch nicht erklärt.
Cloudbeds verbindet den Aufbau mit dem Ziel, manuelle Arbeit zu verringern. Wie stark sich einzelne Arbeitsschritte dadurch verändern, hängt vom Einsatz im jeweiligen Hotel ab.
Vorerst erhalten nur ausgewählte Pilotkunden Zugang
Die Unternehmensmitteilung begrenzt den Zugang ausdrücklich auf ausgewählte Pilotkunden. Eine allgemeine Verfügbarkeit ist damit noch nicht angekündigt. Preise, unterstützte Geräte und Bedingungen einer breiteren Einführung bleiben offen, ebenso die landesspezifischen Einsatzvoraussetzungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Unabhängig gemessene Arbeitsersparnisse veröffentlichen weder Cloudbeds noch LODGING. Die beschriebenen Funktionen und erwarteten Erleichterungen stammen aus der Produktankündigung; dokumentierte Erfahrungen eines benannten Pilotbetriebs wären ein nächster Einblick in den Alltag.
Für ein Hotelrestaurant lässt sich die Anfrage an Cloudbeds konkret fassen: Welche Konfiguration aus Mobilgeräten und Zahlungsdiensten ist für unser Haus verfügbar, um Restaurantbestellungen aufzunehmen und Käufe auf das Gästekonto zu buchen?