Montag, 24. August 2026 GastroNews – Magazin für Profis
Konzepte & Business

Das Verkaufsende muss auf jedem Bestellweg gelten

PepsiCo und KFC kündigten mit KFC x Doritos Loaded ein zeitlich begrenztes Menü für 27 europäische Märkte an. PepsiCo ist ein Lebensmittel- und Getränkeunternehmen, KFC eine internationale Chicken-Restaurantmarke. Am letzten Aktionstag schließen Restaurants und Hotel-F&B Artikel, Produktinformationen, Verpackungen und Verkaufskanäle in einem festen Ablauf.

TL;DR

Der Aktionsbutton ist an der Kasse verschwunden, auf einer Lieferplattform liegt der Artikel noch im Warenkorb. In der Küche steht die Rezeptur bereit, im Lager liegen bedruckte Schachteln. Die Schichtleitung braucht für diese Punkte einen gemeinsamen Endzeitpunkt.

PepsiCo kündigte am 11. August 2026 KFC x Doritos Loaded für 27 europäische Märkte an. Laut der Pressemitteilung von PepsiCo startet das Angebot ab August in teilnehmenden Restaurants, über die offizielle KFC-App und über autorisierte Lieferplattformen. PepsiCo beschreibt außerdem eine speziell angepasste Doritos-Verpackung, die sich horizontal als Serviertablett öffnen lässt.

Diese Angaben betreffen die Kampagne von PepsiCo und KFC. Das GastroNews-Arbeitsmodell überträgt den Ablauf auf zeitlich begrenzte Angebote im eigenen Betrieb, ohne eine nationale Verfügbarkeit oder technische Umsetzung einzelner Märkte abzuleiten.

Das Verkaufsende wird schon beim Anlegen der Aktion geplant

Artikelnummer, Verkaufsende, Uhrzeit und verantwortliche Person kommen in die Aktionsakte, sobald Küche, Kasse und Marketing die Aktion vorbereiten. Der letzte Bestellzeitpunkt kann vor dem offiziellen Ende liegen, wenn Bestand, Produktionsfenster oder der Vorlauf einer Lieferplattform das verlangen.

Einkauf und Küche vereinbaren früh, welche Zutaten nach der Aktion in Stammgerichte übergehen können. Andere Positionen erhalten eine Abschrift oder folgen einer Rückgabevereinbarung. Schachteln, Etiketten, Einleger und Werbemittel werden als eigener Bestand geführt.

Auch Banner, Bilder und Hinweise in Newsletter oder Onlinekarte brauchen ein festes Löschdatum. So arbeitet das Marketing mit derselben Auslistung wie Service und Küche.

So prüft das Team Kasse, Küchenmonitor, App und Lieferplattform getrennt

Die Aktionsmatrix des GastroNews-Arbeitsmodells führt Artikelnummer, Verkaufsende, Kanal, Status, Zuständigkeit und Kontrollzeitpunkt. Sie verbindet das Terminal am Tresen mit den Ansichten, die Gäste auf dem Smartphone sehen.

Im POS wird der Artikel deaktiviert oder aus der aktiven Karte entfernt. Der Küchenmonitor, kurz KDS, wird getrennt kontrolliert, sofern die lokale Konfiguration keine gemeinsame Deaktivierung dokumentiert. Nach dem Auslistungszeitpunkt darf kein neuer Produktionsauftrag für den Aktionsartikel entstehen.

Website und eigene Bestell-App erhalten eigene Prüfzeilen. Die externe Lieferplattform erhält ebenfalls eine eigene Zeile und einen eigenen Zeitstempel, weil sie oft über ein separates Partnerportal gepflegt wird.

Rezepturblatt, Allergenunterlagen und sichtbare Menübeschreibung begleiten den Artikel bis zur Auslistung. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat erläutert die europäischen Vorgaben für Lebensmittelinformationen; die LMIDV ergänzt sie in Deutschland. Welche Angaben sichtbar sein müssen, richtet sich nach Produktart und Angebotsform.

Warum vor und nach dem Verkaufsende kontrolliert wird

Die Uhrzeiten sind ein Beispiel aus dem GastroNews-Arbeitsmodell: Angenommen, das Verkaufsende liegt bei 21:00 Uhr. Die verantwortliche Schichtleitung prüft um 20:45 Uhr POS, KDS, Selbstbestellung, eigene Onlinekarte und freigeschaltete Lieferplattformen.

Die Matrix hält je Kanal fest: Artikel bestellbar, Artikel ausgeblendet oder manuelle Korrektur nötig. Ein Screenshot, Testbon oder Zeitstempel dokumentiert die Prüfung.

Um 21:10 Uhr folgt der zweite Kontrolllauf. Er findet aktive Artikel, alte Preise und Plattformänderungen, die erst nach der Abschaltzeit sichtbar werden. Ein Artikel im Warenkorb bleibt als offener Punkt stehen, bis der zuständige Zugang die Änderung bestätigt.

Was nach Aktionsende mit Zutaten und Verpackungen passiert

Zum vereinbarten Stichtag zählt die Küche portionsrelevante Zutaten. Das Zählblatt vermerkt die weitere Verwendung in einem benannten Gericht, eine Rückgabe, Abschrift oder Entsorgung.

Aktionsverpackungen werden getrennt gezählt. Damit gelangen sie nicht versehentlich zu Stammartikeln und bleiben im Lager sichtbar. Rezeptur und Allergeninformationen bleiben intern verfügbar, solange bereits produzierte Ware ausgegeben wird oder Rückfragen möglich sind.

Der Abschlussreport hält Auslistungszeit, Restbestand, Abschriften und offene Plattformtickets fest. Nach der Abschaltzeit öffnet die Schichtleitung jeden Bestellweg erneut und trägt den Kontrollzeitpunkt neben dem letzten sichtbaren Aktionsartikel in die Matrix ein.

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