Montag, 2. November 2026 GastroNews – Magazin für Profis
Konzepte & Business

Die Londoner Pizzeria Voodoo Ray’s geht an eine langjährige Mitarbeiterin

Die langjährige Mitarbeiterin Rebecca Lines hat die Übernahme von Voodoo Ray’s bestätigt, einer Pizzeria im Londoner Stadtteil Dalston. Sie möchte den eigenständigen Charakter des Restaurants erhalten und das bestehende Geschäft mit Firmen-Catering, Großbestellungen und privaten Veranstaltungen ausbauen. Für Gastronomen verbindet der Fall eine Nachfolge aus dem eigenen Team mit zusätzlichen Bestellanlässen rund um ein etabliertes Lokal.

TL;DR

Rebecca Lines übernimmt die Pizzeria, in der sie seit Jahren arbeitet

Rebecca Lines hat die Übernahme von Voodoo Ray’s gegenüber dem britischen Gastronomiefachportal Restaurant Online am 29. Oktober 2026 bestätigt. Sie arbeitet seit mehreren Jahren in der Pizzeria und übernimmt damit einen Betrieb, den sie aus dem Alltag kennt.

Zum bestehenden Angebot gehören große Pizzen im Ganzen oder als einzelnes Stück, sogenannte Slices. Dazu kommen Frozen Margaritas und späte Öffnungszeiten. Das Lokal bedient damit Gäste, die eine ganze Pizza bestellen, ebenso wie Menschen, die sich zu später Stunde ein Stück holen.

Lines möchte den eigenständigen Charakter des Restaurants bewahren. Ihre erklärte Absicht bezieht sich auf ein Lokal mit erkennbarem Profil, dessen Angebot sowohl einzelne Gäste als auch Gruppen anspricht.

Die Liquidation betrifft die bisherige Betreibergesellschaft

Am Tag vor der Übernahmebestätigung hatte Restaurant Online noch über die ungewisse Zukunft der Pizzeria berichtet. Laut dem Beitrag vom 28. Oktober beschloss die bisherige Betreibergesellschaft Voodoo Ray’s Limited am 15. Oktober 2026 die freiwillige Liquidation. Das Fachportal bezeichnete das Verfahren als „creditors’ voluntary liquidation“. Ob bereits ein Verkauf erfolgt war, blieb damals offen.

Die Bestätigung durch Lines vom 29. Oktober beantwortet inzwischen die Frage nach der Übernahme. Die Liquidationsmeldung betrifft die bisherige Gesellschaft; die neue Nachricht beschreibt Lines’ Einstieg und ihre Pläne für das Restaurant.

Kaufpreis, Finanzierung und genaue Übertragungsstruktur sind weiterhin unbekannt. Welche Vermögenswerte und Verträge die Übernahme umfasst, ist ebenfalls nicht dokumentiert. Eine abgeschlossene Sanierung oder gesicherte Profitabilität ist damit ebenso wenig belegt wie zusätzliche Erlöse aus den angekündigten Ausbauplänen.

Das bestehende Cateringgeschäft soll wachsen

Lines will das Firmen-Catering, Großbestellungen und private Veranstaltungen ausbauen. Diese Geschäftsfelder bestehen bereits. Sie knüpft also an Aufträge an, die zum bisherigen Restaurantgeschäft gehören. Welche Angebote sie dafür ergänzen oder verändern möchte, führt der Bericht noch nicht aus.

Ein hypothetischer Büroauftrag macht den Küchenbezug greifbar: Eine Firma bestellt Pizza für eine gemeinsame Mittagspause. Die Gruppenbestellung hat einen vereinbarten Termin, während im Lokal weitere Bestellungen eintreffen. Für das Küchenteam treffen damit die Vorbereitung eines angekündigten Auftrags und die laufende Nachfrage im Restaurant zusammen. Die gemeinsame Mittagspause gibt der Gruppenbestellung einen zeitlichen Rahmen, an dem sich ihre Fertigstellung orientiert.

Das vorhandene Angebot mit ganzen Pizzen und einzelnen Stücken bietet unterschiedliche Bestellmöglichkeiten. Beim Firmenauftrag kommt die Bestellung einer Gruppe hinzu, die gemeinsam essen möchte. Wie Voodoo Ray’s solche Aufträge mit dem Lokalgeschäft organisiert, beschreibt Lines in dem Bericht noch nicht.

Für Restaurantbetreiber ist daran die Verbindung von Nachfolge und bestehendem Auftragsgeschäft greifbar. Lines übernimmt das Lokal mit Erfahrung aus dem bisherigen Team und benennt zugleich, welche vorhandenen Angebote sie stärker entwickeln möchte.

Im Untergeschoss ist ein Cocktail-Pop-up von Doña geplant

Als ersten konkreten Kooperationsschritt kündigt Lines ein Wochenend-Pop-up der Cocktailbar Doña an. Dafür ist das Untergeschoss vorgesehen, wie Restaurant Online berichtet.

Doña ist damit eine benannte Partnerin für eine angekündigte Nutzung innerhalb des Restaurants. Ein genauer Starttermin und die geplante Laufzeit werden im Bericht nicht genannt. Vorgesehen ist das Cocktailangebot im Untergeschoss; im oberen Bereich soll weiterhin Pizza angeboten werden.

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