Montag, 2. November 2026 GastroNews – Magazin für Profis
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Welche Reinigungsaufgaben dürfen Airbnb-Gastgeber ihren Gästen künftig noch zumuten?

Airbnb, die internationale Unterkunftsplattform, führt eine eigene Richtlinie für angemessene Hausregeln und Gastgeberwünsche ein. Für Reservierungen, die ab dem 20. November 2026 gebucht werden, gelten damit ausdrücklich benannte Grenzen für Reinigungsaufgaben vor der Abreise. Apartmentbetreiber können die angekündigte Änderung nutzen, um ihre Abreiseinformationen und die Aufgaben des Reinigungsteams aufeinander abzustimmen.

TL;DR

Spülen und Bettenabziehen zählen grundsätzlich nicht zu den Gästeaufgaben

Airbnb nennt in seiner Ankündigung vom 20. Oktober eine anschauliche Grenze: Gastgeber dürfen Gäste bitten, benutztes Geschirr im Spülbecken abzustellen. Das Spülen und Einräumen zählt die Plattform zu den grundsätzlich unangemessenen Aufgaben. Auch Bettenabziehen und das Starten einer Wäsche werden ausdrücklich genannt.

Die Richtlinie erfasst neben Hausregeln auch zusätzliche Bitten. Ihre Grenzen gelten deshalb ebenso für Reinigungsaufgaben, die Gastgeber als freiwilligen Wunsch formulieren.

Für die Küche eines Ferienapartments ist die Aufgabenverteilung damit konkret beschrieben. Nach dem Frühstück können Tassen und Teller im Becken stehen. Ein Reinigungsteam, dessen bisheriger Auftrag bereits gespültes Geschirr voraussetzt, braucht entsprechend angepasste Angaben zum Unterkunftswechsel.

Das US-Reisefachmedium Skift ordnet die Neuerung als Formalisierung bisheriger Erwartungen ein. Airbnb veröffentlicht demnach erstmals eine eigene Hausregelrichtlinie und verbindet die Grenzen mit stärkeren Möglichkeiten zur Durchsetzung.

Die neuen Regeln gelten für Buchungen ab dem 20. November 2026

Die Richtlinie gilt für Reservierungen, die am oder nach dem 20. November 2026 gebucht werden. Diesen Anwendungsbeginn nennt der Beitrag von Practical Editions vom 21. Oktober. Practical Editions ist ein kommerzieller Anbieter von Gastgebermaterialien.

Bucht ein Gast am 19. November für eine Anreise im Dezember, fällt die Reservierung allein wegen des späteren Aufenthaltsdatums noch nicht unter die neue Stichtagsregel. Eine am 20. November neu gebuchte Reservierung liegt innerhalb des angekündigten Anwendungsbereichs.

Wie Airbnb Änderungen und Umbuchungen bestehender Reservierungen über diesen Termin hinweg behandelt, bleibt offen. Der Stichtag klärt den Anwendungsbeginn der neuen Richtlinie; die Zulässigkeit einzelner Anforderungen bei älteren Buchungen ist gesondert zu betrachten.

Hausregeln und zusätzliche Wünsche müssen vor der Buchung im Inserat stehen

Hausregeln und zusätzliche Wünsche sind vor der Buchung im vorgesehenen Inseratsbereich offenzulegen. Die Darstellung von Practical Editions vom 21. Oktober hält fest, dass neue Anforderungen nicht erstmals später in einer Nachricht oder auf einem Schild in der Unterkunft auftauchen dürfen.

Eine Abreisenachricht kann an bereits offengelegte Erwartungen erinnern. Ergänzt sie erstmals eine Aufgabe, verändert sie die Grundlage, auf der der Gast gebucht hat. Für Betreiber mit mehreren Apartments betrifft das auch Vorlagen: Ein alter Textbaustein kann eine Anforderung enthalten, die im aktuellen Inserat gar nicht mehr steht.

Airbnb kann je nach Situation Ausnahmen gewähren und nennt als Kontext unter anderem örtliche Wasserbeschränkungen sowie gegen Tiere gesicherte Müllbehälter in Bärengebieten. Die Entscheidung hängt vom Einzelfall ab.

Bei fortgesetzten Verstößen nennt Skift mögliche Hinweise am Inserat und eine geringere Sichtbarkeit in der Suche. Gegenstand ist eine private Plattformrichtlinie für Airbnb-Reservierungen. Das allgemeine Beherbergungsrecht in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt davon unberührt.

Gastgeber und Reinigungsteam planen das Spülen und Einräumen gemeinsam

Für Apartmentbetriebe kann die Änderung bisherige Annahmen zur Reinigung berühren. Hat das Team bislang mit sauber zurückgestellten Tassen gerechnet, umfasst seine Arbeit künftig möglicherweise auch das Reinigen und Einräumen. Der Umfang hängt von Ausstattung, Unterkunft und bisherigem Service ab.

Die Quellen liefern keine belastbare Messung zusätzlicher Arbeitszeit oder steigender Reinigungskosten durch die Richtlinie. Practical Editions unterscheidet zudem Maschinenlaufzeit und bezahlte Arbeitszeit: Ein laufendes Spülprogramm sagt allein wenig darüber aus, wie lange eine Reinigungskraft zusätzlich beschäftigt ist. Für den Wechsel zwischen zwei Aufenthalten zählt auch, wann das saubere Geschirr wieder bereitsteht.

Gastgeber und Reinigungskraft können die Abreiseinformation gemeinsam am Beispiel des benutzten Geschirrs durchgehen. Sie stimmen ab, wer die Tassen und Teller aus dem Spülbecken übernimmt, reinigt und zurückstellt. Vor der nächsten Anreise ist dann eingeplant, wann das Geschirr sauber im Schrank steht.

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