Dienstag, 3. November 2026 GastroNews – Magazin für Profis
Technologie

Metallgehäuse und neue App für Bellwethers Café-Röster ab Anfang 2027 angekündigt

Der US-Hersteller Bellwether Coffee hat seinen elektrischen Shop Roaster überarbeitet und eine neue App vorgestellt. Sie soll das Erstellen von Röstprofilen mit der Verwaltung von Rohkaffee und der Produktionsplanung verbinden. Für Cafés und Hotelgastronomie mit Interesse an eigener Röstung wird damit ein Arbeitsbereich greifbar, der lange vor dem ersten Espresso beginnt; erste Kundenauslieferungen sind für das erste Quartal 2027 angekündigt.

TL;DR

Der Café-Röster erhält ein Metallgehäuse und eine neue App

Bellwether Coffee stattet die überarbeitete Ausführung seines Café-Rösters Shop Roaster mit einem Metallgehäuse aus. Der Hersteller bewertet die neue Ausführung als haltbarer und richtet sie auf den Einsatz in belebten Gasträumen aus. Parallel stellt er eine App vor, die Arbeiten rund um die Röstung und die weitere Produktion verbindet.

Die Änderungen beschreibt Bellwether in seiner Mitteilung vom 15. Oktober 2026 beim Pressemitteilungsdienst PR Newswire. Der Shop Roaster ist eine bestehende Produktlinie; angekündigt ist deren Überarbeitung. Sämtliche Produkt- und Funktionsangaben stammen vom Hersteller.

Ein hypothetisches Café, das künftig selbst gerösteten Hauskaffee ausschenken möchte, macht den Arbeitszusammenhang anschaulich. Das Team beschäftigt sich dafür mit Rohkaffee, also grünen Bohnen vor der Röstung. Zur Getränkezubereitung kommt die Aufgabe hinzu, diesen Rohstoff zu verarbeiten und weitere Röstungen vorzubereiten.

Das Team soll Röstprofile bearbeiten und Protokolle ansehen können

Ein Röstprofil gibt den Verlauf einer Röstung vor. Laut Bellwether können Nutzer solche Profile in der neuen App erstellen und verändern. Das Café könnte dort die Vorgaben für seinen Hauskaffee bearbeiten.

Nach einer Röstung sollen sich die zugehörigen Protokolle ansehen lassen. Ein solches Protokoll dokumentiert die erfolgte Röstung und kann dem Team helfen, frühere Durchgänge bei der weiteren Arbeit heranzuziehen. Diese Möglichkeiten nennt die Produktankündigung zur neuen App.

Für Mitarbeitende entsteht damit ein Bezug zwischen den bearbeiteten Vorgaben und den bereits durchgeführten Röstungen. Wer den Hauskaffee weiterentwickelt, könnte auf diese Aufzeichnungen zurückgreifen, wenn das Team die nächste Charge vorbereitet. Eine Charge bezeichnet hier die gemeinsam geröstete Menge Kaffee.

Die App soll zeigen, wie viel Rohkaffee noch vorhanden ist

Die App soll nach Herstellerangaben außerdem den Rohkaffeebestand verfolgen, Produktionsplanung ermöglichen und Nachbestellungen unterstützen. Im Café wäre damit auch die noch verfügbare Menge grüner Bohnen Teil der Arbeit mit der Software.

Für die nächste Röstung betrachtet das Team, welchen Rohkaffee es einsetzen möchte und welche Menge davon vorhanden ist. Produktionsplanung bedeutet in diesem Zusammenhang, kommende Röstungen vorzusehen und mit dem verfügbaren Rohstoff abzugleichen. Eine automatische Bedarfsprognose ist damit nicht angekündigt.

Die Nachbestellung schließt an diese Überlegung an: Das Café kann seinen weiteren Rohkaffeeeinkauf zusammen mit den geplanten Röstungen betrachten. Die Verantwortung für die angesetzte Produktion bleibt beim Betrieb, der seinen Hauskaffee ausschenken möchte.

Die Sparangaben stammen aus Modellen und Kundenauskünften

Bellwether begleitet die Produktnachricht mit Wirtschaftlichkeitsaussagen aus zwei Quellen: Modellrechnungen auf Basis von Rechnereingaben und Selbstauskünften bestehender Kunden. Den Unterschied erläutert der Hersteller im Methodikabschnitt der Veröffentlichung. Rechnerergebnisse hängen von Eingaben und Modellannahmen ab; Kundenauskünfte sind keine unabhängige Messung. Die Befragung belegt zudem keine Wirtschaftlichkeit der erst angekündigten Geräteversion.

Was vor einer Bestellung für den eigenen Standort zu klären ist

Das erste Quartal 2027 bezeichnet den angekündigten Beginn der Kundenauslieferungen. Ein bestätigter Liefertermin für einen Betrieb in Deutschland, Österreich oder der Schweiz folgt daraus nicht. DACH-Lieferbarkeit, Betreuung und die Kompatibilität der App mit vorhandenen Geräten bleiben offen.

Für eine Investitionsentscheidung braucht das Café ein Angebot für seinen vorgesehenen Aufstellort und Einsatz. Fragen Sie den Hersteller, welche Ausstattung und App-Funktionen zum Lieferstart enthalten sind und wer das Gerät an Ihrem Standort betreut.

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